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Was ist ein Kelim und wo wird er eingesetzt?

Der Kelim ist eine Art Flachgewebe-Teppich, der seit jeher fester Bestandteil türkischer Haushalte ist. Er wird in fast jedem Bereich des Hauses eingesetzt und kann sowohl handgewebt als auch maschinell hergestellt werden. Aus unterschiedlichen Materialien gefertigt, passt der Kelim zu nahezu jeder Wohnungseinrichtung. Früher vor allem in der warmen Jahreszeit verwendet, wird er heute das ganze Jahr über geschätzt.

Die Bedeutung des Kelims in der türkischen Kultur

Der Kelim hat in der türkischen Kultur eine lange Geschichte. Als eines ihrer wichtigsten Elemente wird er seit der Nomadenzeit ununterbrochen genutzt. Ursprünglich zum Schutz der Zeltböden gewebt, wurden Kelims in späteren Jahrhunderten auch als Kunstwerke betrachtet.


Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Kelimweben zu einem festen Bestandteil der türkischen Kultur. Die gewebten Kelims gelten sogar als eigenständige Kunstwerke der türkischen Kultur. Einer weit verbreiteten Überzeugung zufolge spiegelt jeder Kelim die Gefühle und die Stimmung der Weberin oder des Webers zum Zeitpunkt der Herstellung wider.


Mit der Ansiedlung der Türken in Anatolien verbreiteten sich Kelims auch in vielen Ländern rund um das Mittelmeer. In späteren Zeiten blieb der Kelim eine der wichtigsten Handelswaren der Türken.

Welche Kelim-Modelle gibt es?

Kelims gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, je nach Größe, Form und verwendetem Rohmaterial. Unter den Kelim-Modellen gilt der handgewebte Kelim als besonders wertvoll. Bei diesen mit viel Handarbeit gefertigten Kelims stehen die Muster im Vordergrund. Der Preis handgewebter Kelims variiert je nach Größe, Garnqualität und weiteren Faktoren.


Auch die Farb- und Mustervielfalt der Kelims spielt bei der Modellwahl eine entscheidende Rolle. Neben traditionellen Kelim-Motiven erfreuen sich in letzter Zeit auch modernere Designs wachsender Beliebtheit.


Auch der Einsatzort beeinflusst, welches Kelim-Modell sinnvoll ist. Für jeden Bereich des Hauses gibt es einen passenden Kelim. Der Küchen-Kelim etwa eignet sich für Küchen unterschiedlicher Größe.

Was unterscheidet Kelim und Teppich?

Sowohl Teppiche als auch Kelims sind beliebte Elemente der Wohntextilien. Zwischen beiden gibt es jedoch deutliche Unterschiede. Diese lassen sich wie folgt zusammenfassen:


  • Teppiche und Kelims werden mit unterschiedlichen Webtechniken hergestellt

Teppiche werden meist mit einer Knüpftechnik hergestellt, während Kelims ohne Knoten gewebt werden. Deshalb sind Kelims flacher und dünner.


  • Teppiche und Kelims bestehen nicht aus demselben Material

Teppiche werden in der Regel aus dickeren, robusteren Garnen gewebt. Beim Kelim kommen dagegen leichtere, feinere Fäden zum Einsatz.

  • Teppiche und Kelims werden an unterschiedlichen Orten eingesetzt

Teppiche findet man meist in Wohn- und Empfangszimmern, wo es darum geht, möglichst viel Bodenfläche zu bedecken. Kelims eignen sich gut für kleinere Flächen, und manche kleinen Kelims werden sogar als Tischdecke oder Wanddekoration verwendet.

Wo wird der Kelim am häufigsten eingesetzt?

Kelims finden sich in nahezu jedem Bereich des Hauses und werden häufig überall dort als Bodenbelag gewählt, wo sie gebraucht werden.


Besonders in Küchen und kleinen Räumen beliebte Kelim-Teppichmodelle verleihen dem jeweiligen Raum eine stilvolle Note. Auch Läufer-Kelims für den Flur sind eine oft gewählte Option.


Kelims eignen sich außerdem hervorragend für den Außenbereich. Auf Balkon oder Terrasse eingesetzt, sorgen sie für ein aufgeräumtes und ästhetisches Erscheinungsbild.


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