„Kilim“ ist kein Produktname, sondern der Name einer Webtechnik. Bei einem Teppich erscheint das Muster in der Florschicht, die durch einzelne Knoten gebildet wird, die in den Kettfaden eingearbeitet sind; ein Kelim hingegen hat keinen Flor. Der quer verlaufende Schussfaden wird durch die längs verlaufende Kette geführt, und das Muster entsteht direkt durch das Gewebe selbst. Das Ergebnis ist eine florfose, dünne und auf beiden Seiten glatte Auslegware. Die florfose Struktur zeigt keine Fußabdrücke oder Abnutzungsspuren, da keine Fasern auf der Oberfläche haften bleiben. Auf hali.net sind 1.964 Kelim-Modelle gelistet.
Was ändert sich durch die geringe Dicke?
Die Dicke eines Kelims ist bei den meisten Modellen auf wenige Millimeter begrenzt, was drei praktische Vorteile hat. Er passt problemlos unter Türen und reibt nicht an Innentüren. Er lässt sich leicht zusammenfalten und verstauen, ideal für saisonale Veränderungen. Das Gewicht von Möbeln hinterlässt auf dem dünnen Gewebe keine tiefen Spuren, was das Umstellen erleichtert. Andererseits kann er verrutschen, da er nicht vollständig auf dem Boden aufliegt; in stark frequentierten Fluren löst eine rutschfeste Unterlage dieses Problem.
Das Muster wird nicht aufgedruckt, sondern gewebt
Bei einem Kelim ist das Motiv kein nachträglich hinzugefügter Druck, sondern entsteht während des Webvorgangs. In der anatolischen Kelim-Tradition sind die Formen daher geometrisch: wiederkehrende Linien wie Rauten, Zickzackmuster, Dreiecke und Widderhörner. Diese Klarheit macht den Kelim auch neben schlichten und minimalistischen Möbeln gut nutzbar; selbst wenn das Muster dicht erscheint, bleiben die Linien lesbar. Es gibt auch enge Verwandte des Flachgewebes: Cicim, Zili und Sumak hinterlassen durch unterschiedliche Wickelarten des Schussfadens eine leichte Reliefstruktur auf der Oberfläche. Auch diese gelten als florfos, haben aber eine texturreichere Oberfläche als glatte Kelims.
Kelim oder Kelim-Optik?
Auf dem Markt gibt es auch Modelle mit Kelim-Muster, die aber mit Flor gefertigt sind. Der schnellste Weg zur Unterscheidung ist ein Blick auf die Florhöhe und die Produktionstechnik auf der Produktseite; bei einem echten Kelim ist die Rückseite fast identisch mit der Vorderseite, bei einem Modell mit Flor sieht die Rückseite völlig anders aus. Wenn Sie nach einem geknüpften Gewebe suchen, ist die Kollektion handgewebte Teppiche die richtige Adresse.
Was sollte man unter einen Kelim legen?
Bei dünnen Geweben reicht in der Regel eine rutschfeste Unterlage oder eine dünne Filzunterlage aus. Dicke Schaumstoffunterlagen heben den Kelim zu stark vom Boden ab und erhöhen die Stolpergefahr an den Rändern.
Ist ein Kelim fleckenunempfindlich?
Da die florfose Oberfläche keinen Staub festhält, lässt sie sich leicht ausschütteln; Flüssigkeiten dringen jedoch direkt in das Gewebe ein und sollten nicht eintrocknen. Die Schritte zur Fleckenbehandlung werden im Teppichpflege-Leitfaden beschrieben.
Welche Größen sind bei Kelims üblich?
Lange und schmale Formen sind bei Kelims sehr häufig; sie eignen sich gut für Flure und als Bettvorleger. Wenn Sie eine Größe für das Wohnzimmer suchen, verkürzt die Bestimmung der Fläche mit dem Größenrechner die Arbeit. Bestellungen werden innerhalb von 1-3 Werktagen versandt.